OPEN WEEKEND + ViennaPhotoBookFestival
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. + 12. Juni 2016 // 12 - 18 Uhr

Anlässlich des bereits renommierten >ViennaPhotoBookFestivals - ausgetragen von Brotfabrik-Nachbarn der >Anzenberger Gallery und >Ostlicht - öffnet auch das ATELIER 10 an diesem Wochenende seine Türen. Es bietet sich die Möglichkeit die aktuelle Ausstellung >"Drawing Now" zu besuchen sowie einen Blick in die Ateliers der Künstlerinnen zu werfen.

 

 

 

 

 

Veranstaltungen \\ Rückblick


"ANMERKUNGEN ZUR UMGEBUNG"
Es liest Christoph BOCHDANSKY - musikalisch begleitet von Martin PTAK

Donnerstag, 19. Mai 2016 // 19.30 Uhr
Eintritt: freie Spende

Was, wenn sich all die Figuren und Wesen, von denen wir wissen, dass es sie gibt, weil schon sooft von ihnen erzählt wurde.
Was, wenn sie sich nun alle gegen die Vernunft verschwören und vor uns sichtbar werden.
Würden wir wegrennen? Würden wir zuhören?
Wenn der Teufel höchst persönlich erscheint, zynische, dunkle Kerle sich über das unveröffentlichte Unglück des Robinson Crusoe lustig machen, gutmütige Boten der Liebesgöttin, sanftmütig ihr Glück verkünden.
Was die Vernunft nicht erlaubt, bewirkt das Puppenspiel.
Eine Lesung, die hin und her schwingt zwischen Texten und Puppenspiel und Musik.

Martin Ptak studierte Posaune, Klavier und Komposition in Wien. Komponierte für Orchester, Bigband, Blasmusik und Filmmusik. Gründungsmitglied der Gruppen „Takon Orchester“ und „Velvet Elevator“. Spielte unter anderem mit Elliot Sharp, Jim Thirlwell, Scott Kinsey, Martin Grubinger, 5/8 in Ehren und vielen anderen.

Christoph Bochdansky studierte Bühnenbild am Mozarteum Salzburg und absolvierte das Figurentheatercolleg in Bochum. Mitarbeit bei verschiedenen Puppenspielensembles in Deutschland, Österreich und Holland. Arbeitet als Regisseur, Ausstatter und Puppenbauer. Mit seinen eigenen Stücken war er zu Gast auf Festivals in den meisten Ländern Europas, Taiwan, Indonesien, Israel und USA. Letzte Produktionen: „Der Dämon“, „im Blut“ (mit den Musikern Klemens Lendl und David Müller) und „Dieser Mann ist eine Fälschung“ (mit Martin Ptak).

Das Buch "Anmerkungen zur Umgebung" - Kurzgeschichten und Cartoons von Christoph Bochdansky
ist erschienen im Verlag Wortreich ISBN 978-3-9503991-1-0

 

 


"DIE FREIHEIT IST EIN TAUSENDFÜSSLER"
Maria HOFSTÄTTER liest - musikalische Begleitung von Martin ZROST

Mittwoch, 17. Februar 2016 // 19.30 Uhr
Eintritt: freie Spende

Die Schauspielerin Maria Hofstätter liest Texte aus der Zeitschrift "Buchstabensuppe" sowie dem Buch "Prosahagel". Maria Hofstätter und Martin Zrost haben dieses Programm eigens für die Lesung im ATELIER 10 zusammengestellt.

Die "Buchstabensuppe - Zeitschrift. Krisenerfahrener. Menschen. Europas" ist eine autonome Kulturzeitung für Kunst und Literatur, die von Menschen mit Psychiatrieerfahrung und Behinderungen produziert und herausgegeben wird. Das selbstgesetzte Ziel ist, die Öffentlichkeit über die Situation der Betroffenen aufzuklären und ihr Image nachhaltig zu verbessern.

"Prosahagel" ist die jüngste Publikation von August STAUDENMAYER. Aus dem Verlagstext zum Buch: "'Wer im Wahnsinn ist, kann sich von dort selbst Post schicken. Ich habe das getan, ich war dort, die Adresse ist öffentlich bekannt, ein städtisches Seelengestörtenhaus'. August Staudenmayers Prosaminiaturen entstanden in der psychiatrischen Klinik, wo er 2012 viereinhalb Monate verbrachte. Er schrieb täglich ein paar Satzgeflechte auf verschiedenste Zettelchen, steckte sie in Kuverts und schickte sie an seine Wiener Adresse. Wieder entlassen, öffnete er die Kuverts und es wurde ihm klar, dass diese Texte nichts anderes spiegelten als das rasende Überlebensgefühl dieser mehrmonatigen panischen Phase." (Klever Verlag) Neben seiner literarischen Tätigkeit nutzt Staudenmayer das ATELIER 10 für seine künstlerische Arbeit.

> August Staudenmayer

 

 


"HALLO ALIENS"
Ein Theaterstück mit:
Iris KOPERA, Rigel FLAMOND, Christian POLSTER, Pascale PODIWINSKY und Christina JÄGERSBERGER

8. und 9. Juni 2015 // 19.00 Uhr
Eintritt: freie Spende

Regie: Karl BARATTA // Musik: Boris FIALA
Grafik: Almud KREJZA // Mitwirkung: Isolde KILIAN // Objekte: Manfred PLOTTEGG
Dramaturgie: Walter MATHES // Assistenz: Almud KREJZA, Vera SKALA
Produktion: theater delphin/verein starthilfe

Auf einem fernen Planeten werden Zeichensprachen und Verständigungsformen geprobt. Die Zuschauer sind Außerirdische. Sie wollen unsere Bewusstseinszustände und im Besonderen das Phänomen „Liebe“ entschlüsseln. Das Ziel des Probens ist, den Code des Zwischenmenschlichen zu knacken, der die Neugier der Aliens befriedigt. Dann ist eine Rückkehr zur Erde möglich.
 
"`Hallo Aliens´ ist eine bewegende Produktion, in der Menschen als Ereignisse gefeiert werden. Ein authentischer, auf dem Theater sonst kaum je zu sehender Kosmos mit Fixsternen, Planeten und Außerirdischen. Der Abend arbeitet mit einfachsten Mitteln und schafft es doch, im Publikum große Gefühle auszulösen." (FRANZOBEL)
 
"Daß drei der Schauspieler in der brüchigen Erdenwelt als behindert gelten, zeugt nur von der Begrenztheit unserer jämmerlichen Gegenwart. In besseren Zeiten wird diese Unterscheidung, die immer auch eine Selektion miteinschließt, in den Staub der Geschichte abgesunken sein. Niemand wird sich der Schande erinnern. Und viele werden als berührbare Wesen dankbar sein, wenn sie – wie im Fall von
`Hallo Aliens´ – einer künstlerischen und menschlichen Sternstunde teilhaftig werden." (Erwin RIESS)

> Kritik_download Benedikta MANZANO  > Kritik_download Erwin RIESS

 

 

OBSESSIONEN
3 Filmabende im Mai

Als Obsession (Besessenheit; von lat. obsidere: in Anspruch nehmen; besetzt halten; belagern; bedrücken) wird im umgangssprachlichen Sinn eine Leidenschaft (auch ein intensiv betriebenes Hobby) bezeichnet. Im engeren medizinischen und psychologischen Sprachgebrauch handelt es sich dabei um eine unangenehm bis quälend, der eigenen Person als zugehörig erlebte Zwangsvorstellung oder -handlung. (de.wikipedia.org).
4 Personen • 4 Obsessionen • 4 Filme. Ob die Obsession Leidenschaft, Qual, oder beides ist, soll jede Betrachterin und jeder Betrachter für sich selbst entscheiden.


8. Mai 2014 // 19.00 Uhr
Eintritt: freie Spende

• "Séraphine"

Spielfilm, Frankreich/Belgien 2008
Regie: Martin PROVOST
Mit Yolande MOREAU, Ulrich TUKUR, Anne BENNENT u.a.
Vorführung in deutscher Sprache, 125 Min.
Séraphine LOUIS (* 2. September 1864 in Arsy; † 11. Dezember 1942 in Clermont), auch Séraphine de Senlis genannt, war eine französische Malerin. Sie zählt zu den bedeutendsten VertreterInnen der sog. Naiven Kunst in Frankreich.
Mehr über diesen Film > IMBd.com  > Wikipedia.org


15. Mai 2014 // 19.00 Uhr
Eintritt: freie Spende

• "Le plein pays"

Dokumentarfilm, Frankreich 2009
Regie: Antoine BOUTET
Französisch mit englischen Untertiteln, 58 Min.
Jean-Marie Massou lebt seit 30 Jahren in einem Wald in Frankreich. Einsam gräbt er Höhlen und schmückt diese mit Gravuren. Sie werden seiner Auffassung nach eine globale Katastrophe überleben.
Mehr über diesen Film > Allocine.fr

• "Les Reliquaires acérés de Marc Moret"
Dokumentarfilm, Schweiz 2008

Regie: Philippe LESPINASSE und Andres ALVAREZ
Französische Originalsprache mit deutscher Übersetzung, 30 Min.
Marc MORET aus Vuadens im Kanton Fribourg, Schweiz, formt aus menschlichen und tierischen Abfällen Reliquien, die er in einen persönlichen Kult einbindet.
Mehr über diesen Film > Artbrut.ch


22. Mai 2014 // 19.00 Uhr
Eintritt: freie Spende

• "Die Weltmaschine"
Spielfilm, Österreich 1981
Regie: Peter PATZAK, 100 Min.
Mit Erni MANGOLD Ludwig THIESSEN, Maria BILL, Carlo BÖHM, Christoph WALTZ, u.a.
Die Weltmaschine des oststeirischen Bauern Franz GSELLMANN ist eine im Zeitraum von 1958 bis 1981 erbaute Kunst-Maschine. Die Weltmaschine "(...) inspirierte die Autorin Christine Nöstlinger zu einem verspielt amüsanten Drehbuch über die Einstellung des heutigen Menschen zur Kunst, insbesondere zur modernen." (gp) (Filmarchiv Austria). Die Maschine ist in Gesellmanns ehemaligen Hof in Kaag (Gemeinde Edelsbach bei Feldbach) erhalten und zu besichtigen.
Mehr über diesen Film > Film.at - über Franz Gsellmanns > Weltmaschine

 

 

 


"VERÄNDERUNG AN ALLGEMEINEN TEILEN"

Eröffnungsfeier des ATELIER 10

19. September 2012

Die Eröffnungsausstellung "Veränderung an allgemeinen Teilen" präsentierte Werke von:
Regina Entlicher, Karl FRIEDRICH (Kafri), Thomas GRÄSER, Robert HELLERSCHMID, Peter KAPELLER, Katharina KLEIBEL, Andreas MAURER, Brigitte NEHIBA, Herbert NEUHAUSER, Michaela POLACEK, Bernhard RÖDRICH und Heinz SIEGL.

Zur Eröffnung sprachen:
Florian REESE, Leiter des ATELIER 10
DDr. Michael LANDAU, Caritasdirektor der ED Wien
Mag. Ernst WOLLER, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, Vorsitzender des Wiener Bildungsausschusses, SPÖ
Prof. Friedrich ACHLEITNER, Dichter, Schriftsteller, Architekturkritiker

> Download: Einladung zur Eröffnung

 

 

"WAHNSINN 2"
Fall Ich - Ein schizophrenes Textmosaik

5. Juni 2012

Texte von
Renate KLÖPPEL, Roman PREIST, August WALLA, ARTUR, Edmund MACH, Karl G., Karl R., Oswald TSCHIRTNER, Walter W., Theopald P., Friedrich Franz H. und dem Schriftsteller Heinar KIPPHARDT.

Inszeniert und vorgetragen von
Martina SPITZER: Rezitation
Maria HOFSTÄTTER: Rezitation
Michael HOFSTÄTTER: Schlagzeug

"`Das Schizophrene´ ist in uns allen, in der Gesellschaft und in jedem Einzelnen: das Paradoxe, die Widersprüchlichkeit, die scheinbar unvereinbaren Gegensätze - und auch die Sehnsucht, das Bemühen und der oft scheiternde Versuch, den Widerspruch im eigenen Inneren und in der Welt zu überwinden. Was den Kranken vom Gesunden unterscheidet, ist bloß die richtige Bezugnahme zu den sozialen und rationalen Gegebenheiten. Das hindert sie jedoch nicht daran kreativ zu sein, ja Kunstwerke von höchster Originalität, emotionaler Tiefe und Authentizität zu schaffen.
Einen schizophrenen Menschen besser zu verstehen, würde uns helfen, uns selbst besser zu verstehen.
Die Texte, geschrieben in manischen-psychotischen-depressiven Zuständen, pendeln zwischen Tragik und Komik, Tiefsinn und Unsinn, Poesie und völliger Unverständlichkeit. Eine Art Introspektion ins gestörte ICH" (Hofstätter, Spitzer).

 

 

"WAHNSINN 1"
Verrückung - Annäherung an Christine LAVANT

22. März 2012

In ungewöhnlicher Besetzung – Sprechstimme, Cello, singende Säge, Singstimme – werden die Rauschhaftigkeit ihres Schreibens, ihre tiefe innere Zerrissenheit, der wilde Drang, sich mit Worten zu befreien, zum Tönen gebracht.

Agnes HEGINGER: Komposition, Gesang, Stimme
Maria FRODL: Violoncello, singende Säge
Martina SPITZER: Rezitation

Christine Lavant (1915-1973), neuntes Kind einer Kärntner Bergarbeiterfamilie, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und von Krankheit gezeichnet, zählt zu den bedeutendsten LyrikerInnen und ErzählerInnen der österreichischen Nachkriegsliteratur.
Verrückung ist eine Annäherung an das Leben der Autorin und widmet sich ihrer sprachgewaltigen Lyrik sowie der posthum erschienenen Erzählung „Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus“.