Veranstaltungen - Rückblick


19. September 2012

"Veränderung an allgemeinen Teilen"
Eröffnungsfeier des ATELIER 10

Die Eröffnungsausstellung "Veränderung an allgemeinen Teilen" präsentiert Werke von:
Regina Entlicher, Karl FRIEDRICH (Kafri), Thomas GRÄSER, Robert HELLERSCHMID, Peter KAPELLER, Katharina KLEIBEL, Andreas MAURER, Brigitte NEHIBA, Herbert NEUHAUSER, Michaela POLACEK, Bernhard RÖDRICH und Heinz SIEGL.

Zur Eröffnung sprachen:
Florian REESE, Leiter des ATELIER 10
DDr. Michael LANDAU, Caritasdirektor der ED Wien
Mag. Ernst WOLLER, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, Vorsitzender des Wiener Bildungsausschusses, SPÖ
Prof. Friedrich ACHLEITNER, Dichter, Schriftsteller, Architekturkritiker

> Download: Einladung zur Eröffnung

 

5. Juni 2012

"Wahnsinn 2"
Fall Ich - Ein schizophrenes Textmosaik

Texte von
Renate KLÖPPEL, Roman PREIST, August WALLA, ARTUR, Edmund MACH, Karl G., Karl R., Oswald TSCHIRTNER, Walter W., Theopald P., Friedrich Franz H. und dem Schriftsteller Heinar KIPPHARDT.

Inszeniert und vorgetragen von
Martina SPITZER: Rezitation
Maria HOFSTÄTTER: Rezitation
Michael HOFSTÄTTER: Schlagzeug

"`Das Schizophrene´ ist in uns allen, in der Gesellschaft und in jedem Einzelnen: das Paradoxe, die Widersprüchlichkeit, die scheinbar unvereinbaren Gegensätze - und auch die Sehnsucht, das Bemühen und der oft scheiternde Versuch, den Widerspruch im eigenen Inneren und in der Welt zu überwinden. Was den Kranken vom Gesunden unterscheidet, ist bloß die richtige Bezugnahme zu den sozialen und rationalen Gegebenheiten. Das hindert sie jedoch nicht daran kreativ zu sein, ja Kunstwerke von höchster Originalität, emotionaler Tiefe und Authentizität zu schaffen.
Einen schizophrenen Menschen besser zu verstehen, würde uns helfen, uns selbst besser zu verstehen.
Die Texte, geschrieben in manischen-psychotischen-depressiven Zuständen, pendeln zwischen Tragik und Komik, Tiefsinn und Unsinn, Poesie und völliger Unverständlichkeit. Eine Art Introspektion ins gestörte ICH" (Hofstätter, Spitzer).

 

 22. März 2012

"Wahnsinn 1"
Verrückung - Annäherung an Christine LAVANT

In ungewöhnlicher Besetzung – Sprechstimme, Cello, singende Säge, Singstimme – werden die Rauschhaftigkeit ihres Schreibens, ihre tiefe innere Zerrissenheit, der wilde Drang, sich mit Worten zu befreien, zum Tönen gebracht.

Agnes HEGINGER: Komposition, Gesang, Stimme
Maria FRODL: Violoncello, singende Säge
Martina SPITZER: Rezitation

Christine Lavant (1915-1973), neuntes Kind einer Kärntner Bergarbeiterfamilie, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und von Krankheit gezeichnet, zählt zu den bedeutendsten LyrikerInnen und ErzählerInnen der österreichischen Nachkriegsliteratur.
Verrückung ist eine Annäherung an das Leben der Autorin und widmet sich ihrer sprachgewaltigen Lyrik sowie der posthum erschienenen Erzählung „Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus“.