Veranstaltungen \\ Rückblick


OBSESSIONEN • 3 Filmabende im Mai

Als Obsession (Besessenheit; von lat. obsidere: in Anspruch nehmen; besetzt halten; belagern; bedrücken) wird im umgangssprachlichen Sinn eine Leidenschaft (auch ein intensiv betriebenes Hobby) bezeichnet. Im engeren medizinischen und psychologischen Sprachgebrauch handelt es sich dabei um eine unangenehm bis quälend, der eigenen Person als zugehörig erlebte Zwangsvorstellung oder -handlung. (de.wikipedia.org).
4 Personen • 4 Obsessionen • 4 Filme. Ob die Obsession Leidenschaft, Qual, oder beides ist, soll jede Betrachterin und jeder Betrachter für sich selbst entscheiden.


Donnerstag, 8. Mai // 19.00 Uhr // Eintritt frei

• "Séraphine"

Spielfilm, Frankreich/Belgien 2008
Regie: Martin PROVOST
Mit Yolande MOREAU, Ulrich TUKUR, Anne BENNENT u.a.
Vorführung in deutscher Sprache, 125 Min.
Séraphine LOUIS (* 2. September 1864 in Arsy; † 11. Dezember 1942 in Clermont), auch Séraphine de Senlis genannt, war eine französische Malerin. Sie zählt zu den bedeutendsten VertreterInnen der sog. Naiven Kunst in Frankreich.
Mehr über diesen Film > IMBd.com  > Wikipedia.org


Donnerstag, 15. Mai // 19.00 Uhr // Eintritt frei

• "Le plein pays"

Dokumentarfilm, Frankreich 2009
Regie: Antoine BOUTET
Französisch mit englischen Untertiteln, 58 Min.
Jean-Marie Massou lebt seit 30 Jahren in einem Wald in Frankreich. Einsam gräbt er Höhlen und schmückt diese mit Gravuren. Sie werden seiner Auffassung nach eine globale Katastrophe überleben.
Mehr über diesen Film > Allocine.fr

• "Les Reliquaires acérés de Marc Moret"
Dokumentarfilm, Schweiz 2008

Regie: Philippe LESPINASSE und Andres ALVAREZ
Französische Originalsprache mit deutscher Übersetzung, 30 Min.
Marc MORET aus Vuadens im Kanton Fribourg, Schweiz, formt aus menschlichen und tierischen Abfällen Reliquien, die er in einen persönlichen Kult einbindet.
Mehr über diesen Film > Artbrut.ch


Donnerstag, 22. Mai // 19.00 Uhr // Eintritt frei

• "Die Weltmaschine"
Spielfilm, Österreich 1981
Regie: Peter PATZAK, 100 Min.
Mit Erni MANGOLD Ludwig THIESSEN, Maria BILL, Carlo BÖHM, Christoph WALTZ, u.a.
Die Weltmaschine des oststeirischen Bauern Franz GSELLMANN ist eine im Zeitraum von 1958 bis 1981 erbaute Kunst-Maschine. Die Weltmaschine "(...) inspirierte die Autorin Christine Nöstlinger zu einem verspielt amüsanten Drehbuch über die Einstellung des heutigen Menschen zur Kunst, insbesondere zur modernen." (gp) (Filmarchiv Austria). Die Maschine ist in Gesellmanns ehemaligen Hof in Kaag (Gemeinde Edelsbach bei Feldbach) erhalten und zu besichtigen.
Mehr über diesen Film > Film.at, über Franz Gsellmanns > Weltmaschine

 

 


"Veränderung an allgemeinen Teilen"

Eröffnungsfeier des ATELIER 10

19. September 2012

Die Eröffnungsausstellung "Veränderung an allgemeinen Teilen" präsentierte Werke von:
Regina Entlicher, Karl FRIEDRICH (Kafri), Thomas GRÄSER, Robert HELLERSCHMID, Peter KAPELLER, Katharina KLEIBEL, Andreas MAURER, Brigitte NEHIBA, Herbert NEUHAUSER, Michaela POLACEK, Bernhard RÖDRICH und Heinz SIEGL.

Zur Eröffnung sprachen:
Florian REESE, Leiter des ATELIER 10
DDr. Michael LANDAU, Caritasdirektor der ED Wien
Mag. Ernst WOLLER, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, Vorsitzender des Wiener Bildungsausschusses, SPÖ
Prof. Friedrich ACHLEITNER, Dichter, Schriftsteller, Architekturkritiker

> Download: Einladung zur Eröffnung

 

 

"Wahnsinn 2"
Fall Ich - Ein schizophrenes Textmosaik

5. Juni 2012

Texte von
Renate KLÖPPEL, Roman PREIST, August WALLA, ARTUR, Edmund MACH, Karl G., Karl R., Oswald TSCHIRTNER, Walter W., Theopald P., Friedrich Franz H. und dem Schriftsteller Heinar KIPPHARDT.

Inszeniert und vorgetragen von
Martina SPITZER: Rezitation
Maria HOFSTÄTTER: Rezitation
Michael HOFSTÄTTER: Schlagzeug

"`Das Schizophrene´ ist in uns allen, in der Gesellschaft und in jedem Einzelnen: das Paradoxe, die Widersprüchlichkeit, die scheinbar unvereinbaren Gegensätze - und auch die Sehnsucht, das Bemühen und der oft scheiternde Versuch, den Widerspruch im eigenen Inneren und in der Welt zu überwinden. Was den Kranken vom Gesunden unterscheidet, ist bloß die richtige Bezugnahme zu den sozialen und rationalen Gegebenheiten. Das hindert sie jedoch nicht daran kreativ zu sein, ja Kunstwerke von höchster Originalität, emotionaler Tiefe und Authentizität zu schaffen.
Einen schizophrenen Menschen besser zu verstehen, würde uns helfen, uns selbst besser zu verstehen.
Die Texte, geschrieben in manischen-psychotischen-depressiven Zuständen, pendeln zwischen Tragik und Komik, Tiefsinn und Unsinn, Poesie und völliger Unverständlichkeit. Eine Art Introspektion ins gestörte ICH" (Hofstätter, Spitzer).

 

 

"Wahnsinn 1"
Verrückung - Annäherung an Christine LAVANT

22. März 2012

In ungewöhnlicher Besetzung – Sprechstimme, Cello, singende Säge, Singstimme – werden die Rauschhaftigkeit ihres Schreibens, ihre tiefe innere Zerrissenheit, der wilde Drang, sich mit Worten zu befreien, zum Tönen gebracht.

Agnes HEGINGER: Komposition, Gesang, Stimme
Maria FRODL: Violoncello, singende Säge
Martina SPITZER: Rezitation

Christine Lavant (1915-1973), neuntes Kind einer Kärntner Bergarbeiterfamilie, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und von Krankheit gezeichnet, zählt zu den bedeutendsten LyrikerInnen und ErzählerInnen der österreichischen Nachkriegsliteratur.
Verrückung ist eine Annäherung an das Leben der Autorin und widmet sich ihrer sprachgewaltigen Lyrik sowie der posthum erschienenen Erzählung „Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus“.