Ausstellung • aktuell


"Häuser, Damen, Synapsen"

Dauer: 4. April - 23 Mai 2014
Dienstag - Freitag, 10.00 - 16.30 Uhr sowie nach Vereinbarung
an Feiertagen geschlossen

Die Ausstellung „Häuser, Damen, Synapsen“ präsentiert Zeichnungen der Künstler Heliodor Doblinger, Franz Scharinger und Andreas Maurer. Die Arbeitsprozesse und Ergebnisse der drei Künstler unterscheiden sich deutlich. Was sie eint, ist die Intensität, mit der sie ihr Material einsetzten und die Konzentration von Strich und Linie zu dichten Flächen mit malerischen und bisweilen habtischen Qualitäten.

Heliodor DOBLINGER, arbeitet bevorzugt mit Blei- und Farbstiften sowie mit Kugelschreiber. Doblinger trägt die Farbe mitunter so intensiv auf, dass das Papier unweigerlich an Plastizität gewinnt, sich hebt, wölbt und auflöst. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Motive - vornehmlich gebäudeartige Strukturen mit eindringlichen Farben und Rasterungen.
Doblinger, geboren 1972 in Salzburg, arbeitet im Atelier Neuhauserstadl, das dem Institut Hartheim angeschlossenen ist.

Franz SCHARINGER ist in der Siebdruckwerkstatt des Institutes Hartheim tätig. Hier verfügt Scharinger, geboren 1991 in Wels, über Platz und Material, um sein Hauptmotiv, die seriellen Abbildung von Frauen aus Modemagazinen, zügig auf Papier zu bringen. Seinen Stil prägen filigran und luftig konturierte Formen denen er starke, auf wenige Bereiche begrenzte Schraffuren einfügt. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Zeichnungen, die auch in dem neu erschienenen Bildband zusammengefasst sind.

Andreas MAURER arbeitet ebenfalls schnell und seriell, wenn auch weitaus eruptiver. Maurer attackiert förmlich das Papier mit Ölkreide und Acryl und mischt impulsiv abstrakte Gesten mit vorzeitlich wirkenden Figurationen. Auch seine Blätter sind nach ihrer Fertigstellung von ihrer Zweidimensionalität befreit, sind außer Form gebracht und von Sedimenten übersäht.
Maurer, 1968 in Schiltern geboren, studierte Anfang der 90er in der Klasse von Gunter Damisch und arbeitet seit 2012 im ATELIER 10.

Diese Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Kristiane PETERSMANN von KULTURFORMENHARTHEIM und Alfred HEINDL vom Atelier Neuhauserstadl. Kuratiert von Andrea KRENN und Florian REESE.

 

 

Ausstellungen \\ Rückblick


"The most tender Place in my Heart is for Strangers"

Dauer: 18. Oktober 2013 - 14. März 2014

Der Titel dieser Ausstellung stammt aus einem Songtext von Marianne Faithfull. Und er ist der Titel eines Gemäldes von Elisa SCHLIFKE – mehr noch: er ist bildgebender Teil dieser Arbeit. „The most tender Place of my Heart is for Strangers“ ist auch Titel dieser Ausstellung, in der, neben Malereien von Schlifke, auch Zeichnungen und Objekte von Viktor KOVAR, Magdalene MIKES und Birgit SCHILLHUBER zu sehen sind.

Die hier gezeigten Arbeiten der vier KünstlerInnen haben formal kaum Gemeinsamkeiten, sie unterscheiden sich in ihrer materiellen Beschaffenheit und ihren Dimensionen. Gleichwohl finden die Werke aber einen gemeinsamen Nenner in der zentralen Darstellung eigenartiger Gestalten. So fremdartig die KünstlerInnen ihre Figuren charakterisieren, so zärtlich ist aber auch ihr eigener Blickpunkt auf ihre Darstellungen, auf das Deformierte und Absonderliche.

So portätiert Kovar auf kleinen Formaten immer wieder Alltagsmenschen und Prominente. Sein unruhiger Tuschestrich aber löst ihre Konturen auf und verleiht ihnen einen feinen morbiden Ausdruck. Mikes portraitiert und huldigt hingegen mit ihrer raumgreifenden Installation „Rabenhaus“ jene Wesen, die für andere unnahbar und spröde, für sie hingegen einmal von inniger und existenzieller Bedeutung waren. Als ebenso uneindeutig erweisen sich die kleinen, zerbrechlich modellierten Gestalten von Schillhuber - sie vermitteln einen `kaputten´ Charme und sind dabei ebenso schmerz- wie humorgeladen. In Schlifkes figurativen Malereien schließlich wimmelt es von seltsamen Kreaturen, grotesk und stattlich, etwas gespenstisch und stets angenehm deplatziert.

Kuratiert von Florian REESE

 

 

 


"Kleibel
Neuhauser Polacek"

Dauer: 19. April - 4. Oktober 2013

Was kann Grafik? Die Ausstellung „Kleibel Neuhauser Polacek“ zeigt drei starke Positionen, drei Spielarten grafischer Gestaltung: Strich, Oberfläche, Schrift und Form, das Volle und die Leere. Katharina KLEIBEL, Herbert NEUHAUSER und Michaela POLACEK dehnen die Wesenszüge grafischer Gestaltung auf ganz eigentümliche Weisen; das Ergebnis sind Arbeiten unterschiedlichster Prägung und Extreme.

Michaela Polacek bearbeitet große Papierflächen minutiös mit filigranen Linien und Texturen, schafft Körper und Volumen und setzt an anderer Stelle den Stift wieder unvermittelt ab, macht Platz.
Herbert Neuhauser zeichnet vornehmlich auf kleineren Formaten, zart, variiert Farb- und Bleistift, kombiniert Schrift und Bild, Figuration und Architektur, ornamental oder äußerst schlicht und lakonisch.
Die textilen Objekte von Kleibel hingegen sind wuchtig, laut und deformiert – erst das für Kleibel wichtigste Element, die Schrift, hier in Form aufgeladener Worte und Sätze, gestickt, geschrieben und gemalt, bestimmen die Erscheinung der Assemblagen, binden sie und machen sie komplett.

Kuratiert von Andrea KRENN, Herbert NEUHAUSER und Florian REESE

 

 

 

 

 

"Veränderung an allgemeinen Teilen"

Dauer: 20. September 2012 - 28. März 2013 (verlängert!)

Anlässlich der Eröffnung des ATELIER 10 zeigt das Forum Arbeiten von Regina ENTLICHER, Karl FRIEDRICH (Kafri), Thomas GRÄSER, Robert HELLERSCHMID, Peter KAPELLER, Katharina KLEIBEL, Andreas MAURER, Brigitte NEHIBA, Herbert NEUHAUSER, Michaela POLACEK, Bernhard RÖDRICH und Heinz SIEGL.

Kuratiert von Andrea KRENN und Florian REESE